Küsse von Mama

In dieser unerhörten und ungehörigen Geschichte, die sich in 66211 Wörtern literarisch entfaltet, ist er der Hauptdarsteller: Ludger Leo Lazar, ein in Kindertagen seelisch verstörter Drehbuchautor, der sich grämt, dass er zu wenig von jenen klugen und kreativen Blutstropfen seiner jüdischen Vorfahren abbekommen hat, ist am Ende seiner Schaffenskraft. Und er erinnert sich an die Küsse seiner Mama, die sie ihm jedes Mal gab, nachdem sie in einer winzigen Dachkammer ihre Freier empfangen und ihren kleinen Sohn wieder unter dem Bett hervorgeholt hat. Er musste mitanhören und es am eigenen Leib erleben, was sich über ihm auf der Matratze abspielte - mit all den eindeutigen Wörtern, mit all den eindeutigen Lauten und mit all den eindeutigen Gerüchen. Eine Psycho-Therapie soll ihm endlich Heilung bringen, und er begibt sich auf Anraten seiner Ehefrau in die Hände von Dr. med. Dr. phil. L. Dix.

 

 

 

 

 

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© Rainer Popp